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Bild:Horseshoe.jpg Modernes, ungleich abgelaufenes, vorderes Hufeisen
Ein Hufeisen ist ein U-förmig gebogenes und mit Nagellöchern versehenes Eisen, das Pferdenzum Schutz der Hufean diesen durch Aufnagelnbefestigt wird. Das klassische Hufeisenmaterial ist "Eisen"(Stahl), daneben finden, aber auch Werkstoffe oder Werkstofflegierungenaus Aluminiumund Kupferihre Anwendung. Heute werden oft auch unterschiedliche Kunststoffeeingesetzt. Diese werden dann Teilweise auch angeklebt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Anwendung
- 2 Geschichte
- 3 weiteres
- 4 Literatur
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Anwendung
Freilebende Pferde brauchen keinen Hufbeschlag. Bei ihnen wächst das Hufhornin gleichem Maße nach wie es sich abnutzt oder ausbricht. Bei Nutzung des Pferdes durch Anspannung(Zugtier, Fahren) und Reiten, vor allem auf hartem Boden, wird der Huf schneller abgenutzt, als er nachwachsen kann - solche Pferde brauchen einen Hufbeschlag. Hufeisen werden mit Nägeln am Hornteilder Hufe befestigt und halten so erheblich besser, als früher (siehe Geschichte). Da der Huf auch unter dem Hufeisen nachwächst, sollten Hufeisen alle sechs bis acht Wochen abgenommen und die Hufe ausgeschnitten werden. Damit das Hufeisen gut auf dem Huf aufliegt, wird es vor dem Aufnageln erwärmt, geformt und dann auf den Huf "aufgebrannt". Dadurch entstehen dem Pferd, bei richtiger Handhabung, keine Schmerzen, allerdings erschrecken manche Pferde vor dem aufsteigenden Qualm. Werden Pferde nicht oder nur wenig geritten brauchen sie keine Hufeisen; sie gehen sozusagen barfuß. Aber auch bei ihnen muss der Huf regelmäßig vom Fachmann (Hufschmied, Hufpfleger) ausgeschnitten werden. Bei therapeutischen Beschlägen ist eine verkürzte Beschlagperiode von ca. 4 Wochen durchaus normal.
Geschichte
Schon im Altertum suchten die Menschen nach einem Schutz für die Hufe. Die Ägypterverwendeten geflochtene Sandalen aus Bast oder Lederschuhe, die mit Stricken oder Riemen ans Pferdebein gebunden wurden. Allerdings waren solche Konstruktionen wenig haltbar. Die Römerverwendeten bereits Hufbeschlag aus Bronze oder Eisen, aber auch bei ihnen verursachten die Riemen Scheuerwunden. Bei schnellem Ritt flogen die gebundenen Eisen schnell weg oder die Pferde gerieten ins Stolpern. Genagelte Hufeisen, wie sie heute verwendet werden, gibt es vermutlich seit dem 5. Jahrhundert in Europa, wahrscheinlich wurden sie von Hunnenaus Asien mitgebracht.
Obwohl viele Historikerglauben, Hufeisen seien eine Erfindung des frühen Mittelalters, so sind doch einige in der Nähe von Neupotzin Deutschland in einem Fluss gefunden worden als Teil einer Beute aus einer römischen Villa. Sie werden auf 294n. Chr. datiert.
weiteres
Ein gefundenes Hufeisen gilt als Glücksbringer, wenn es mit der Öffnung nach oben aufgehängt wird (sonst fällt das Glück heraus). Das Hufeisen bekam seine Bedeutung als Glückssymbol durch den früheren Transport von Liebesbriefenmit Postkutschenund berittenen Kurieren.
Ein Wurfspiel das meist draußen gespielt wird. Dabei gilt es das Hufeisen so werfen, dass es einen freistehenden Stab umschlingt oder ihm näher liegt als der gegnerische Wurf. Spielregel: Umschlingen des Hufeisens zählt 3 Punkte, das dem Stab am nächsten liegende Eisen 2 Punkte, das zweitnächste 1 Punkt.
Literatur
- Künzl, Ernst: Die Alamannenbeute aus dem Rhein bei Neupotz: Plünderungsgut aus dem römischen Gallien. Mainz 1993. ISBN 3884670328da:Hestesko
en:Horseshoe
eo:Hufumo
es:Herradura
fr:Fer à cheval
it:Ferro di cavallo
nl:Hoefijzer
simple:Horseshoe
sv:Hästsko
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