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Die Krebspest ist eine Pilzinfektion die bestimmte Arten von Zehnfusskrebsen befällt und für einige Arten tödlich ist. Die Infektionskrankheit wurde im 19. Jahrhundert aus Nordamerikanach Europaeingeschleppt. und führte schliesslich zum lokalen Aussterben verschiedener Krebsarten, darunter der bekannte EdelkrebsAstacus astacus.
Die Krebspest trat in Europa erstmalig um 1860 in Norditalien auf. In der Folge erreichte sie 1875 Frankreich, 1880 Mitteleuropa, 1890 Russland, 1893 Finnland, 1900 Bulgarien, 1907 Schweden, 1978 Spanien, 1981 die Britischen Inseln, 1982 Griechenland, 1985 die Türkei und 1987 Norwegen.
Der PilzAphanomyces astaci, der Erreger der Krebspest, ist der für europäische Krebse gefährlichste Vertreter. Er breitete sich über den ganzen Kontinentaus. Der Parasitdringt über die weichen Gelenkhäute in den Körper ein. Nach durchschnittlich 5 bis 12 Tagenstirbt der befallene Krebs, da das Immunsystemder heimischer Krebse ? namentlich Edelkrebs, Dohlenkrebs, Steinkrebsund der osteuropäische Galizische Sumpfkrebs? nicht in der Lage ist, den Erreger schnell genug abzukapseln. Im Vergleich dazu sterben eingebürgerte, nordamerikanische Arten, wie zum Beispiel der Signalkrebsund der Rote amerikanische Sumpfkrebs, nur selten. Der Kamberkrebsist sogar völlig immun dagegen.
Erklärt wird die Resistenzim Vergleich zu unseren heimischen Arten im wesentlich rascheren Agieren des Immunsystems und der somit schnelleren Isolierung des Erregers durch Melaninim Panzer der Tiere. Verhängnisvoll ist jedoch, dass der isolierte Erreger dabei nicht abstirbt, sondern bei jeder Häutung oder Tod des Tieres wieder ins Wasser abgegeben wird. Somit findet die Krebspest über die eingebürgerten Arten immer wieder den Weg in krebsbesiedelte, europäische Gewässer.en:Crayfish plague
fi:Rapurutto
nl:Kreeftenpest
sv:Kräftpest
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