| canines Parvovirus
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| Systematik
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| Reich: | Viren
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| | DNA-Viren
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| Familie: | Parvoviridae
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| Gattung: | Parvo-Viren
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| Art: | canines Parvovirus
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Als Parvovirose wird eine hochkontagiöse und akut verlaufende Infektionskrankheit von Hundenbezeichnet. Ihrem klinischen Verlauf nach wird sie auch als Hundepanleukopenie bezeichnet und ist hinsichtlich ihres Verursachers und der durch ihn hervorgerufenen Symptome eng verwandt mit der Katzenseuchesowie der infektiösen Panleukopenie der Marderartigen.
Am emfänglichsten für die Erkrankung sind Welpen im Alter von 2-16 Wochen und alte Hunde.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Erreger
- 2 Pathogenese
- 3 Symptome
- 4 Behandlung
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Erreger
Auslöser der Erkrankung ist ein Parvovirusmit der Größe von etwa 18 bis 26 Nanometern Durchmesser. Beim Hund sind drei Parvoviren bekannt. Erstmals beschrieben wurde der Erreger 1968 als Minute Virus of Canines (CPV-1), welches lediglich klinisch inapparente Infektionen verursacht. Hochgradig pathogen wirkt sich hingegen der Virustyp 2 (CPV-2) aus, welcher erstmals 1977 beschrieben wurde. Wahrscheinlich übersprang dieser Virustyp die Artenbarriere und wurde durch Mutationder Auslöser der Katzenseuchesowie der infektiösen Panleukopenie der Marderartigen, da hier die im Virus verschlüsselten Erbinformationenzu 99% mit denen des caninen Parvovirus identisch sind. Das canine Parvovirus ist für die Katzeebenfalls infektiös, wenngleich die Krankheit hier meist subklinischverläuft. Die Vermehrung des Virus findet im Zellkern der betroffenen Zellestatt und benötigt hierbei Funktionen, die nur während der Zellteilung vorliegen. Der Erreger ist gegenüber Umwelteinflüssen sehr unempfindlich. Bei Raumtemperatur bleibt er über 1 Jahr infektiös, die meisten handelsüblichen Desinfektionsmittelvermögen ihn nicht zu inaktivieren. Zu den gegen das Virus wirksamen Substanzen zählen Natriumhypochlorid, Formaldehydund Glutaraldehyd.
Pathogenese
Der Erreger dringt über die Nasen- und Maulschleimhaut in den Körper ein. Die Inkubationszeitbeträgt 4 bis 10 Tage. Da das Virus zur Vermehrung Zellen mit hoher Teilungsrate benötigt, befällt es besonders die sich fortwährend stark regenerierenden Zellen des Darmepithels, des Knochenmarksund des Lymphsystems. Ferner kann das Myokardbefallen sein, auch Embryoschädigungensind beschrieben. Von der Krankheit werden vor allem noch nicht immunkompetente Jungtiere betroffen. Die Ausscheidung erfolgt über hauptsächlich über den Kot, möglicherweise auch mittels Speichel und Erbrochenem. Infolge seiner hohen Widerstandsfähigkeit bleibt der Erreger lange infektiös und wird mittels Beschnuppern oder Belecken kontaminierterOberflächen von einem neuen Wirtaufgenommen. Als Überträgerkommen gleichfalls mit dem erkrankten Tier in Berührung gekommene Menschen in Frage (Hundebesitzer, Händler, Tierärzte, über Schuhwerk verschlepptes Virusmaterial). Obgleich für die Erkrankung Hunde aller Altersgruppen empfänglich sind, werden die schwersten Krankheitsverläufe bei Welpenbeobachtet.
Symptome
Die Erkrankung kündigt sich mit dem Auftreten von Fieber(39,5°C - 41,5°C), verminderter Futteraufnahme und Teilnahmslosigkeit an. Entsprechend den befallenen Organsystemen dominieren etwa 6-12 Stunden nach den ersten Anzeichen vor allem Symptome des Magen-Darm-Traktes und des Abwehrsystems. Neben dem Auftreten starker, oftmals blutiger Durchfällekommt es zu einer starken Abnahme weißer Blutkörperchen(Leukopenie) und damit einer Verminderung der Abwehrfähigkeit des erkrankten Organismus, der daher für bakterielle Sekundärinfektionen besonders empfänglich ist.
Neben diesen Symptomen zeigen die betroffenen Tiere während des gesamten Krankheitsverlaufes die bereits eingangs aufgetretenen Symptome Mattigkeit, Freßunlust, Dehydratationund Fieber. Mit dem Kot werden große Mengen hochinfektiösen Erregermaterials ausgeschieden. Bei schweren Verlaufsformen tritt innerhalb von 24 bis 48 Stunden der Tod ein. Drei - bis zwölf Wochen alte Hunde sterben häufig an der Infektion, ohne dass es vorher zur Ausprägung klinischer Symptome gekommen ist. Hier kommt es infolge des Befalls des Herzmuskelszum akuten Versagen der Herz-Kreislauf-Funktion.
Behandlung
Ein wesentliches diagnostisches und prognostisches Kriterium ist die Anzahl der Leukozyten, die bei typischen Verläufen auf Werte um 500 bis 3000 pro Mikroliter absinken. Je niedriger dieser Wert ist, umso schlechter ist die Prognose. Die Viren lassen sich mittels eines Schnelltests aus dem Kot sicher nachweisen. Außerdem können bei nicht geimpften Hunden nach einer gewissen Zeit Antikörperim Blut nachgewiesen werden. Weiterhin ist ein Erregernachweis über Zellkulturenmöglich.
Differentialdiagnostisch kommen vor allem Infektionen mit dem Staupe-Virus, Rota-und Coronavirenund E.coli-Infektionen in Betracht. Bei akuten Todesfällen von Welpen ist daneben die Hepatitis contagiosa caniseine mögliche Differentialdiagnose.
Die wirksamste Maßnahme gegen die Erkrankung besteht in einer prophylaktischen Impfung, welche erstmals im Alter von 6 Wochen durchgeführt werden kann (Puppy-Impfung). Im Alter von 8 Wochen ist eine Wiederholungsimpfung ratsam, welche im Alter von 3 Monaten nochmals geboostert werden sollte. In der Folge sind Impfintervalle von 1 bis 3 Jahren empfohlen. Nur mittels einer Impfung läßt sich die Infektion eines Hundes sicher vermeiden.
Die Behandlung erkrankter Tiere zielt zunächst auf eine Stabilisierung des Patienten hin. Hierzu sind Infusionen nötig. Um bakterielle Infektionen zu vermeiden, bedarf es der Verabreichung von Antibiotika. Das Virus selbst wird durch die Applikation von Interferonenund Serum-Antikörpern bekämpft. Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Krankheit ist die Einhaltung strikter Hygienemaßnahmen, um die Weiterverbreitung des Erregers zu verhindern.en:Canine parvovirus
no:Hundepest
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