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Aphthe

Eine Aphthe (sprich: Afte) ist eine schmerzhaft entzündete Stelle der Schleimhautdes Zahnfleischs, der Mundhöhleoder der Zunge. Beim gleichzeitigen Auftreten mehrerer solcher Stellen spricht man vom Krankheitsbild der Stomatitis aphthosa.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Ursachen
  • 2 Krankheitsbild
  • 3 Behandlung
  • 4 Weblinks

Ursachen

Die genauen Ursachen sind noch ungeklärt. Als mögliche Auslöser werden verschiedene Faktoren diskutiert:

  • Stress, Krankheit
  • Kleinere Verletzungen der Mundschleimhaut (oft erst in Kombination mit Nahrungsmittelallergien, s.u.)
  • Autoimmunreaktiondes Körpers
  • Fehlregulation der Blutgefäßedurch die Nerven
  • Nahrungsmittelallergien, insbesondere geg. Zitrusfrüchte und/oder glutenhaltige Lebensmittel
  • Herpes-Viren
  • Vitamin(B12) bzw. Eisen- oder Folsäuremangel
  • Natriumlaurylsulfat, das in den meisten Zahnpastenenthalten ist

Momentan (Anfang 2005) wird eine Autoimmunreaktion des Körpers als wahrscheinlichste Ursache angesehen. Vor 1-2 Jahren waren es noch die Herpes-Viren, welche als hauptsächlicher Auslöser gehandelt wurden.

  • Gewisse Medikamente können als Nebenwirkung Aphthen verursachen

Krankheitsbild

Bild:Aphte.jpg
Bild einer Aphthe auf der Zungenunterseite
Bild:Aphthe Unterlippe.jpg
Aphthe auf der Unterlippen-Innenseite

Aphthen sind kleine, weiße, eng umgrenzte Flecken in der Mundhöhle. Sie treten meistens einzeln auf. Es gibt aber auch Fälle, in denen der Betroffene die ganze Mundhöhle mit Aphthen gefüllt hat. Das Sprechen und Essen fällt mit ihnen recht schwer und ist mit starken Schmerzen verbunden. Aphthen bleiben üblicherweise zwischen 10 und 14 Tagen bestehen. Aphten treten oft dort auf, wo scharfe (Eck-)Zähne auf die Mundschleimhaut treffen.

Wenn solche Flecken mit einer gewissen Regelmässigkeit auftreten (z.B. alle paar Monate) und auch viel stärker schmerzen, so ist ein Herpes-Ausschlag viel wahrscheinlicher.

Behandlung

Zur Behandlung von Aphthen werden schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel angewandt. Sehr gut funktionieren Tenderdol und Deaftol. Schmerzstillende Sprays zur lokalen Betäubung beschleunigen aber den Heilprozess nicht. In schweren Fällen kann man mit lokal angewandten Kortisonsalbenunter Umständen eine Verbesserung erreichen. Tantum Verde (als Spray und zum Gurgeln), ist ein schmerzstillendes und gleichzeitig antibakterielles Medikament.(Verschreibungspflichtig)

Es gibt verschiedene Hausmittel, denen man eine heilende Wirkung nachsagt, doch sind diese nicht durch die Schulmedizinbelegt und werden im allgemeinen auch nicht durch Ärzte empfohlen. Einige Patienten schwören auf das Auftupfen von Mhyrrentinktur oder die antiseptische Wirkung von Gewürznelken, die im Mund zerkaut und anschließend wieder ausgespuckt werden. Es wurde auch schon berichtet, dass das Auftupfen von Eigenurinzur sofortigen Rückbildung der Aphthe führen soll. Außerdem soll das Essen von einer rohen Zwiebel pro Tag helfen, ebenso wie das Auftupfen von starkem Alkohol. Für diese und noch weitere alternative Behandlungsmethoden lassen sich Befürworter finden - doch ist in keinem Fall erwiesen, dass sie sich tatsächlich günstig auf den Heilprozess ausgewirkt haben.

Weblinks

  • http://www.aften-hilfe.de/
  • http://www.medinfo.de/index.asp?r=1031&thema=Aphthen
  • http://www.aponet.de/arzneimittel_interaktiv/aphthen/



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Aphthe aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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