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Craniomandibuläre Dysfunktion

Mit dem Begriff CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) wird eine Funktionsstörung (Dysfunktion) der Kiefergelenke(eigentlich des "Kauorgans") bezeichnet, die sich in Störungen weit über den eigentlichen Ursprung der Erkrankung hinaus äußert. Sie kann sich auf den gesamten Bewegungsapparatauswirken. Das nächtliche Zähneknirschen Bruxismusbedingt meistens eine CMD, synonym wird auch der Begriff Costen-Syndrom verwendet. Im englischen Sprachraum heißt die Erkrankung TMJ (Temporomandibular joint disorder, "Kiefergelenkserkrankung").

Auswirkungen

Dass das nächtliche Zähneknirschen die gesamte Statikder Wirbelsäulebeeinflussen kann, erscheint sicherlich zunächst ungewöhlich. Kopfschmerzensind eine Folge des Zähneknirschens, die noch einigermaßen nachvollziehbar ist. Vom Kiefergelenk zum Hirnschädel ist es nicht besonders weit.

Wenn aber die Brust- oder die Lendenwirbelsäulefortgesetzt Probleme bereitet, kann das auch in den Kiefergelenken seine Ursache haben. Behandlungen der Wirbelsäule mit Massagen, Spritzen und Pillen bringen zwar jeweils eine gewisse Erleichterung, aber nur kurz. Auch das ?Knacksen? (Chiropraktik), bei dem Teile der Wirbelsäule wieder geradegebogen werden, führt am Ende lediglich dazu, dass die Bandverbindungen der kleinen Wirbelgelenke immer lockerer werden, die eigentlich Ursache beseitigt es nicht.

Therapie

Leider ist das Wissen um die CMD noch sehr lückenhaft. Das liegt zum einem in der starken Spezialisierung in der Humanmedizin begründet. Zahnärzte sind auf den Kieferapparat spezialisiert, ihre Kenntnisse zum übrigen Körper sind dagegen beschränkt (Wer geht schon wegen seiner Rückenschmerzenzum Zahnarzt?). Die Orthopäden haben dagegen nur begrenzte Kenntnisse über den Kauapparat.

Was bleibt, ist erst einmal die Selbsthilfe. Einen Hinweis zur eigenen Diagnostik kann schon ein ?männlich- markantes Gesicht? liefern, in dem die Kaumuskelnden optischen Eindruck des Unterkiefers verbreitern und hervorspringen wie das sonst nur der Bizepseines Bodybuildersmacht.

Eine Aufbiss-Schiene, die beim Bruxismushäufig angewendet wird, muss exakt die Position zwíschen Ober- und Unterkiefer herstellen, die das Kiefergelenk "braucht", sonst hört der Stress in dem System nicht auf. Die hierzu notwendige Qualifikation gehört nicht zu den Standardfähigkeiten des Zahnarztes.

Weblinks

  • Eine ausführliche Site aus den USA, hier heißt es TMJ anstelle von CMD
  • Hier bearbeitet ein Oralchirurg das Thema, gut zu lesen.
  • Die ZMK- Klinik der Hamburger, Heimat von Jakstad und Ahlers
  • eine weniger verbissene Darstellung
  • eine fachübergreifende Organisation, die sich um die CMD kümmert



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Craniomandibuläre Dysfunktion aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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