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Füllungstherapie

Bild:Amalgam filling.JPG
Amalgamfüllung in einem Zahn

Die Füllungstherapie wird auch konservierende oder restaurierende Therapiegenannt. Sie ist ein wichtiger Teil der zahnärztlichenTätigkeit und hat zum Ziel, kariöseLäsionen oder andersartige Defekte an Einzelzähnenzu beheben.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Füllungs-Typen
  • 2 Regeln der Füllungspräparation
    • 2.1 Retentionsform:
    • 2.2 Widerstandsform:
    • 2.3 Extensionsform:
  • 3 Füllungsmaterialien
    • 3.1 Plastische Füllmaterialien
      • 3.1.1 Vorgehen:
    • 3.2 Füllungen aus starrem Material
      • 3.2.1 Inlays
      • 3.2.2 Onlays
  • 4 Weblink

Füllungs-Typen

Nach G.V. Blackwerden fünf Kavitätenklassenunterschieden.

Außerdem werden die Füllungen nach Anzahl der betroffenen Zahnflächen in ein-, zwei-, drei- und mehrflächige Füllungen unterschieden.

Regeln der Füllungspräparation

Bereits Black hat Kriterien festgelegt, nach denen eine Füllung geformt sein soll:

Retentionsform:

Die Füllung muß so geformt sein, daß sie Halt im Zahn findet. Bei Amalgamfüllungen geschieht das dadurch, daß die Kävität unten breiter als oben präpariert wird.

Bei adhäsiv befestigten Füllungen ist eine Retentionsform nicht notwendig, da diese Füllungen in den Zahn ?eingeklebt? werden. Es muß lediglich darauf geachtet werden, daß die Klebefläche ausreichend groß ist.

Widerstandsform:

Die Füllung muß so geformt sein, daß sie überall eine Materialstärke hat, die die auftretenden Belastungen aushält.

Extensionsform:

Die Füllung soll so geformt sein, daß sie die Bereiche einschließt, an denen sich bevorzugt Karies bildet (Prädilektionsstellen). Das Schlagwort lautet: ?Extension for prevention!? (?Ausdehnung zur Vorbeugung!?) Diese letzte Forderung wird heute differentierter betrachtet.

Füllungsmaterialien

Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen plastischen und starren Füllmaterialien:

Plastische Füllmaterialien sind solche, die in verformbarem Zustand in den Zahn eingebracht werden und dort aushärten, wie z.B. Amalgam, Composites, Compomere, Glasionomerzementesowie die GoldhämmerfüllungDie übrigen Füllungen werden außerhalb des Mundes geformt und dann in den Zahn eingebracht, z.B. Goldguss-Füllungen (Gold-Inlays), Keramik-Inlays.

Früher wurde diese Unterscheidung zwischen direkten und indirekten Füllungen getroffen, jedoch haben die CAD-CAM-Verfahren zu Therapieformen geführt, die ohne Abdruck funktionieren, also eigentlich den direkten Füllungen zugerechnet werden müßten, aber eben keine plastischen Füllungen sind.

Plastische Füllmaterialien

Bild:ZMO0287-001.jpg
Zahn mit Approximalkaries (Karies am Zahnzwischenraum)
Bild:ZMO0287-002.jpg
Alte Füllung entfernt, Karies liegt frei
Bild:ZMO0287-003.jpg
Karies entfernt
Bild:ZMO0287-004.jpg
Amalgamfüllung (leider kein Bild von der Politur)

Klassisches Beispiel ist die Amalgamfüllung, die schon seit Jahrhunderten verwendet wird. Die Amalgamfüllung ist indiziert bei Füllungen der KavitätenklassenI und II.

Weitere plastische Füllmaterialien sind Komposits, Compomere, Glasionomer-und andere Zemente. Von diesen sind nur die Komposits bei adhäsiver Befestigung im kaubelasteten Bereich indiziert. Compomere und Glasionomerzemente können für definitive Füllungen im nicht kaubelasteten Bereich verwendet werden. Alle übrigen Zemente finden heute nur noch als provisorische Füllmaterialien Verwendung.

Vorgehen:

Ist die Karies entfernt, muß die Dentinwunde verschlossen werden. Bei flachen Kavitäten kann dies durch eine Lackierung (bsplsw. mit Copalharz) geschehen, bei tieferen Kavitäten geschieht es durch eine Zementunterfüllung (meist Zinkoxid-Phosphat-Zement). Bei adhäsiv befestigten Füllungen geschieht die Versorgung der Dentinwunde durch Bonding.

Wenn die Karies so tief geht, daß sie in unmittelbare Nähe der Pulpavordringt, muß vor dem Legen der Unterfüllung durch ein CaOH-haltiges Medikament die Dentin-Neubildung angeregt werden. Diese Abdeckung der Pulpa durch das Medikament nennt man Überkappung; wenn die Dentinschicht über der Pulpa noch erhalten ist, spricht man von ?indirekter Überkappung?, ist sie eröffnet, spricht man von ?direkter Überkappung?.

Zur Formgebung der Füllung werden Matrizen, Keilchen und andere Hilfsmittel verwendet.

Dann wird frisch angemischtes Amalgam portionsweise eingebracht und kondensiert. Die Kavität wird dabei überfüllt und der Überschuß anschließend in Zahnform wieder ausgeschnitzt.

Frühestens nach vierundzwanzig Stunden ist die Amalgamfüllung vollständig durchgehärtet und sollte poliert werden. Die Politur führt nicht nur zu einer Vergütung der Oberfläche, sondern verkleinert die Oberfläche um mehrere Zehnerpotenzen, was etwaige Schadstoffabgaben im gleichen Maße verringert (Diffusionsgesetze).

Bei Kavitäten der Klassen I und II wird auch bei der Versorgung mit Komposits oder Compomeren das Material im leichten Überschuß eingebracht, um beim Ausarbeiten die Sauerstoffinhibitionsschichtabtragen zu können. Bei den übrigen Füllungsklassen kann durch Aushärtung gegen die Matrize das Entstehen einer Sauerstoffinhibitionsschicht verhindert werden.

Füllungen aus starrem Material

Inlays

Ein Inlay (Zahnmedizin)(auch Gußfüllung genannt) ist eine nach einem Abdruckder Zahnreihe im Zahntechniklabor hergestellte Füllung, die genau in die Kavitätpaßt.

Onlays

Ein Onlay (auch Kuppelfüllung genannt) ist der Ersatz der defekten, geschwächten Zahnwände durch Übergreifen des Onlays über die Höcker des Zahns, die die Kaukraft tragen. Der Übergang vom Inlay über das Onlay zur Teilkrone ist fließend.

Weblink

  • Patienteninformation der Deutschen Gesellschaft für Zahn-,Mund- und Kieferheilkunde

en:Dental fillings
Von "http://de.wikipedia.org/F%C3%BCllungstherapie"



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