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Fluorose entsteht durch zu hohe Fluoridzufuhr:
Zahnfluorose
Zahnfluorose entsteht durch zu hohe Fluoridzufuhr während der Zahnentwicklung.
In Konzentrationen von ca. 1 mg/Tag ist Fluor ein wirksames Mittel zur Kariesprophylaxe(Fluoridierung). In höheren Dosen erzeugt es die Fluorose, bei der sich kleine, weiße Flecken auf der Zahnschmelzoberfläche bilden. In stärkerer Ausprägung ist dies nicht nur kosmetisch störend, sondern auch schädlich für die Zähne, da die Zahnschmelzoberfläche dadurch weniger widerstandsfähig wird.
Knochenfluorose
Werden mehr als 20 mg pro Tag aufgenommen, reagieren auch die Knochen mit Ausbildungen einer verhärteten und verdichteten Kortikalis(äußere Knochenschicht); unter Umständen versteifen die Gelenke. Auch die Wirbelsäule kann total ankylosieren (versteifen). Beobachtet wurde dieses Krankheitsbild u. a. an Arbeitsplätzen der Kryolithverarbeitung, und auch bei Rindern, die sich von Grünfutter mit Staubablagerungen aus Schornsteinen fluoridverarbeitendender Fabriken ernährten.
Akute Fluorose
Die letale Dosis für eine akute Fluorose ist jedoch sehr hoch und liegt bei 5 mg Fluorid pro Kilogramm Körpergewicht (Probably Toxic Dose; PTD); so muss eine Person, die 70 kg wiegt, 350 mg Fluorid einnehmen (dies entspricht in etwa 3-4 Zahnpasten-Tuben, je nach Fluoridgehalt).
Denkbar ist eine Vergiftung bei Kinder, vor allem durch unbeaufsichtigte Einnahme von hochdosierten Fluoridtabletten.
Massnahmen, die man bei einer akuten Fluorose durchführen sollte, sind: Erbrechen und viel Milch trinken. Ärztliche Massnahmen sind: Magenspülung (nur in der ersten 2 Stunden), intravenöse Gabe von Calciumchlorid und eine alkalische Diurese.
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