Bild:Teeth molar47 46resection crown premolar45.jpg Menschlicher Kiefer nach einer Wurzelspitzenresektion und Einfüllung von Knochenersatzmaterial (Granulat)
Als Knochenersatzmaterial wird in der Medizin künstlich erzeugter oder vom Tier gewonnener Ersatzknochen verwandt, wenn der eigene Knochen zur Auffüllung von unfall-, entzündungs- oder tumorbedingtenKnochendefekten nicht zu Verfügung steht.
Beim Tierknochenwerden diesem seine organischen Bestandteile entzogen und er besteht dann nur noch aus dem Hydroxyl-Apatitgerüst.
Beim Kunstknochen wird das Mineralgerüst (Matrix) im Labor erzeugt.
In der Zahnmedizin wird Knochenersatzmaterial teilweise eingesetzt, um größere Hohlräume nach Extraktionenoder Resektionenzu füllen. So soll eine Durchwachsung des Hohlraumes mit Fleisch verhindert und der Knochenaufbau beschleunigt werden. Dies soll verhindert werden, da nur Knochen eine stabile Basis für Zähne, Implantateund Prothesenbildet. Das Knochenersatzmaterial liegt meist in Form kleiner Kügelchen (Granulat) vor (siehe Foto).
Der Einsatz von Knochenersatzmaterial in der Zahnmedizin ist recht teuer (zirka 60 Euro pro Zahn, Stand: 2005) und auch nicht unumstritten, da das Knochenersatzmaterial vom Körper oftmals nicht wie gewünscht mit stabilem Knochengewebe durchbaut wird.
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