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Kofferdam (Zahnmedizin)

Bild:ZahnarztAlen5690 Kofferdam.JPG
Kofferdam in der Zahnmedizin

In der Zahnmedizindient ein Kofferdam (englisch Dental Dam), oft auch Kofferdamtuch oder Spanngummi genannt, zur Abschirmung des zu behandelnden Zahnsvom restlichen Mundraum, insbesondere bei einer Wurzelkanalbehandlung, einer Kunststofffüllung, einer Keramik-Einlagefüllung oder einer Amalgam-Entfernung. Somit wird der Zufluss von Speichelverhindert. Der Kofferdam besteht meist aus elastischem Plastik oder Latex. Neben der Abschirmung des Mundraums für die einfachere speichelfreie Behandlung des eröffneten Zahnes wird auch verhindert, dass Fremdkörper wie Amalgamreste, Kronenreste, Krankheitserreger oder Flüssigkeiten verschluckt oder aspiriert werden können.

Diverse Fachpublikationen kritisieren seit geraumer Zeit, dass ein Kofferdam nur von vergleichsweise wenigen deutschen Zahnmedizinern verwendet wird.

Das Argument, auch ohne Kofferdam mit der "relativen Trockenlegung" speichelfrei/trocken zu arbeiten, ist kritisch zu beurteilen insofern, als dass der Kofferdam auch das Kondenswasser der Atemluft zurückhält. Bei einer gewissenhaft ausgeführten Kunststofffüllung ist der Kofferdameinsatz obligatorisch.

Geschichte

Kofferdam wurde 1864von Sanford Christie Barnum(1838-1885) in die Zahnheilkunde eingeführt.

Literatur

Winkler, Reinhardt: Sanford Christie Barnum - Der Erfinder des Kofferdam, in: Die Quintessenz, 42,3.1991, S. 483-6.

Weblink

  • Kofferdam-Technik in der Zahnmedizin
  • Artikel in den Zahnärztlichen Mitteilungen 01/06 über Kofferdam



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