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Pulpitis ist die Entzündungder Pulpa, also des Gewebes im Zahninnenraum. Sie wird verursacht durch mechanische, thermische und chemische Reizung (zum Beispiel während einer Zahnbehandlung) oder durch Bakteriendie in Kariesläsionenoder durch Risse oder Frakturenin den Zahneindringen. Zahnschmerzen sind Symptome einer akuten Pulpitis. Ist der Reiz kurzzeitig oder lokal begrenzt, tritt Heilung ein (reversible Pulpitis). Bei andauernder Reizung wird die Entzündung chronisch. Es können dann die folgenden Prozesse stattfinden:
- Reizdentinbildung: an der Innenseite des Dentins, dort wo die Dentinkanälchen unter einer Kavitätoder durch Verschleiß freigelegtes Dentin münden, wird eine dickere Schicht Dentin gebildet.
- Blutgefäßreaktion: die Durchblutung steigt, rote Blutkörperchen stauen sich.
- Leukozyteninfiltrat: an der betreffenden Stelle der Pulpa werden Entzündungsstoffe freigesetzt. Diese sorgen für eine erhöhte Durchlässigkeit der Gefäßwände, wodurch Plasmaund Leukozytenaustreten.
- Erhöhte Bildung von Bindegewebsfasern, dies geschieht um die Pulpa undurchlässig für Reize zu machen.
- Im fortgeschrittenem Stadium können sich lokale Mikroabszessebilden, das Gewebe stirbt ab und wird eingekapselt. Es können sich an der Grenze neue Odontoblastenbilden, um den Prozess mit neugebildetem Dentin einzukapseln.
Zunächst ist die Entzündungsreaktion lokal begrenzt (partielle Pulpitis). Dauert der Reiz an, entzündet sich die Pulpa im Kronenbereich (Pulpenkavum), später kann sich der Prozess auch in den Wurzelkanal ausbreiten.
Treten Bakterien in die Pulpa ein, steigt die Konzentration an Endotoxinenund intensiviert sich der Entzündungsprozess. Der Gewebedruck steigt lokal durch Blutgefäßreaktionen. Dies führt zu lokalen Infarkten, Nekrosen und schließlich zur Microabszessbildung. Als deren Folge entzündet sich benachbartes lokales Pulpengewebe und der Kreislauf setzt sich fort. Das Gewebe stirbt ab (Pulpanekrose oder Gangran). Sind Bakterien beteiligt, kommt es zu Fäulnisprozessen. Bakterielle Endotoxine können in den Parodontalspaltgelangen, es bildet sich eine Entzündung an der Wurzelspitze (Apikale Parodontitis). Die Pulpa kann auch durch Traumataabsterben, wenn durch Zahnbewegung der Blutgefäßstrang an der Wurzelspitze abgerissen wird. Bei einer erhöhten Erwärmung (zum Beispiel durch Zahnbehandlung mit zu geringer Kühlung) kann die Pulpa auch absterben. Solange keine Bakterien eindringen, bleibt die Pulpa steril (sterile Nekrose). In diesem Fall entsteht keine Entzündungsreaktion im Parodontalbereich an der Wurzelspitze.en:Pulpitis
es:Pulpitis
lt:Pulpitas
nl:Kiespijn
Seitenkategorien: Zahnmedizin
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